Am Walkeweg

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Ziele

„Am Walkeweg“ ist der Arbeitstitel einer innerstädtischen Siedlungserweiterung, die der Grosse Rat 2014 im Rahmen der Zonenplanrevision beschlossen hat (im Bild orange und blau). Dabei bekräftigte er die Strategie des Regierungsrats, im Teilperimeter den Fokus auf Wohnnutzungen mit einem „Low Cost - Low-Energy“-Konzept zu realisieren. „Low-Cost“ zielt dabei insbesondere auf die Höhe der monatlichen Mietbelastung der einzelnen Haushalte ab. „Low-Energy“ bedeutet primär eine Minimierung des Wärmebedarfs sowie eine Maximierung des Anteils an regenerativer Energie. Zudem wurde für den Raum Gundeli-Ost / Dreispitz / Walkeweg ein künftiger Schulraumbedarf für eine Primarschule ausgemacht, den es zu berücksichtigen gilt.

Das 6 ha grosse Areal „Am Walkeweg“ ist das erste der grösseren Areale in Transformation, welches in den nächsten Jahren für Wohnnutzungen geöffnet werden soll. Es liegt direkt an der S-Bahn-Haltestelle Dreispitz und zeichnet sich aus durch seine sehr gute Erschliessung und attraktive Freiraumangebote in der unmittelbaren Umgebung. Das Areal ist im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel und wird heute grösstenteils als Freizeitgärten genutzt. Ab 2021 werden die Flächen frei für neue Nutzungen. Die bestehende temporäre Asylunterkunft bleibt voraussichtlich bis 2026 bestehen.

Vorgehen

Für den Perimeter wurde 2009 ein städtebaulicher Ideenwettbewerb juriert. Die Beiträge zeigten eine grosse Spannbreite von Ansätzen für eine qualitätsvolle Wohnüberbauung auf. Darauf aufbauend wurden im Rahmen der Zonenplanrevision von 2014 die ersten planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung des Areals geschaffen. Städtebaulich war allerdings noch vertieft abzuklären, wie die Stellung von künftigen Baukörpern, die Lage von Schule, Grün- und Freiräumen, die Erschliessung der Überbauung, der Ansatz zur ökologischen Vernetzung, der Umgang mit Verdichtung und Denkmalbelangen etc. aussehen soll. Darum ist im Bebauungsplan „Am Walkeweg“ (Bebauungsplan Nr. 207.2) vorgesehen, den städtebaulichen Ansatz der künftigen Bebauung mit Studienverfahren zu ermitteln, bevor er in präzisierten Bebauungsplänen auch rechtlich festgehalten wird.

In einem von 2017-2018 laufenden Studienverfahren wurde der richtige städtebauliche Ansatz für das Areal gesucht. Die Ergebnisse wurden öffentlich ausgestellt und sind im Bericht des Beurteilungsgremiums dokumentiert. Der Entwurf des Planungsteams camponovo baumgartner architekten, extra Landschaftsarchitekten, Edelmann Energie und Dencity wurde vom Beurteilungsgremium, bestehend aus externen und internen Fachleuten sowie Quartier- und Nachbarschaftsvertretern, zur Weiterbearbeitung empfohlen.

Das Konzept des Planungsteam, das sich an bekannte historische Basler Siedlungstypologien orientiert, sieht eine vielfältige Wohnlandschaft für diverse Anspruchsgruppen vor und besticht durch seine klare Identität. Der Entwurf fügt sich gut in die Umgebung ein und verknüpft sich mit der Nachbarschaft durch ein feingliedriges Fusswegnetz. Im Fokus steht eine hohe Wohnqualität mit viel Freiraum für rund 650 EinwohnerInnen, ergänzt durch eine neue Primarschule, Kindergärten und quartierdienliche Gewerbeflächen. Es sollen unterschiedliche Wohnangebote entstehen, welche sich am Grundsatz „Low-Cost - Low-Energy“ orientieren. Im Zentrum des Quartiers wird, als verbindendes Element, die neue Primarschule stehen, deren Pausenplatz auch dem ganzen Quartier als Treffpunkt dienen soll.

Der auserwählte Entwurf bildet nun die Grundlage für den anstehenden Bebauungsplan zweiter Stufe, der 2019 durch den Regierungsrat beschlossen werden soll. Der Baustart ist für 2022 nach Beendigung der Altlastensanierung vorgesehen.

Projektdauer

  • 2009: Abschluss Ideenwettbewerb
  • 2014: Beschluss Zonenplanrevision durch den Grossen Rat
  • 2017-2018: Studienverfahren für die Wohnüberbauung
  • 2019 Planungsrechtliche Umsetzung mit Bebauungsplan 2. Stufe
  • 2024 Frühestmöglicher Bezug der ersten Gebäude

 

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