Hafen- und Stadtentwicklung Klybeck - Kleinhüningen

Luftaufnahme Rheinhafen

(Copyright Eggimann)

Ziele

Aufgrund des stark wachsenden und weiter zunehmenden Güterverkehrs kommt der heutige Hafen in Bezug auf den Containerumschlag an seine Kapazitätsgrenzen, weshalb ein Ausbau sowie die teilweise Verlagerung der Hafenanlagen auf das Gebiet des ehemaligen badischen Rangierbahnhofs geplant werden muss.

Ein drittes Hafenbecken, ein trimodales Containerterminal (Schiff-Schiene-Strasse) und eine verbesserte Hafenbahn bilden in Zukunft eine betriebliche Einheit und werden eine grosse Effizienzsteigerung bringen.

Die Optimierung der Hafeninfrastruktur sichert und stärkt den Basler Hafen, der nicht nur als grösste Verkehrsdrehscheibe der Stadt, sondern auch für den gesamtschweizerischen Güterverkehr eine grosse Bedeutung hat. Mit diesen Investitionen eröffnet sich für den Kanton Basel-Stadt aber auch die Möglichkeit, am Rhein ein neues Stadtquartier zu schaffen und die bestehenden Quartiere Kleinhüningen und Klybeck besser an den Rhein anzubinden.

Die bisherigen Vorarbeiten skizzieren die Vision einer Entwicklung der Klybeckquai-/ Westquaiinsel als dichten urbanen Stadtteil mit einem breiten Nutzungsmix und einer zentralen Bedeutung für die trinationale Agglomeration. Weitere Entwicklungsziele sind frei zugängliche, durchgängige Rheinufer und neue Verbindungen über und entlang des Rheins.

Vorgehen

Die Entwicklungsplanung Kleinhüningen-Klybeck soll wichtige Themen, Ziele und Massnahmen der Hafen- und der Stadtentwicklung erarbeiten. Akteure aus der Bevölkerung, öffentlichen Institutionen und aus der Wirtschaft sollen daran teilhaben. So können nicht nur die Ziele konkretisiert, sondern auch potenzielle Konflikte und mögliche Lösungsansätze aufgezeigt werden.

Der Entwicklungsplan ist in mehrere Teilgebiete unterteilt, wo spezifisch Ziele und mögliche Massnahmen herausgebildet werden. Massnahmen können einerseits baulicher Natur sein und Aussagen zur Bebauung, Freiräumen oder zu Verbindungen machen (insbesondere für die neuen Entwicklungsgebiete). Anderseits können Massnahmen auch für soziale, kulturelle oder gewerbliche Bereiche erarbeitet werden (auch für die bestehenden Quartiere). Die Entwicklungen sollen damit für die Bewohnerinnen und Bewohner des Klybecks und von Kleinhüningen keine Bedrohung darstellen, sondern positive Zukunftsperspektiven eröffnen.

Ähnlich wie der kantonale Richtplan wird der Entwicklungsplan nicht rechtlich verpflichtend sein. Mit der Genehmigung durch den Regierungsrat ist er hingegen bindend für die weitere Arbeit der planenden Behörden. Als Grundlage für den Entwicklungsplan Kleinhüningen-Klybeck müssen jedoch zuerst die Rahmenbedingungen geklärt werden. Insbesondere die Hafenentwicklung ist hierbei von zentraler Bedeutung.

Im Rahmen des Projekts 3Land soll die Basler Hafenentwicklung auch mit ähnlichen Absichten der Nachbarstädte Weil am Rhein und Huningue grenzüberschreitend abgestimmt werden. Mit der Unterzeichnung der Planungsvereinbarung 3Land bekennen sich die drei Städte zu einer gemeinsamen Planung und Zielvereinbarung für das Gebiet zwischen der Dreirosenbrücke und der Palmrainbrücke. Daraus resultiert die Entwicklungsvision 3Land für eine trinationale Teilstadt.

Projektdauer

Projektplan: Der Zeitplan stellt bewusst aufeinander folgende Phasen dar und orientiert sich weniger an Jahreszahlen.

  • Im Mai 2014 hat der Grosse Rat einen Ausgabenbericht zu den Vorarbeiten zum geplanten Stadtteilentwicklungsplan genehmigt.
  • Die erste Planungsphase (Vorarbeiten) soll innerhalb von 1 bis 1½ Jahren, also etwa bis Ende 2015, abgeschlossen werden.
  • Die darauffolgende längere zweite Phase folgt mit der Erarbeitung des Entwicklungsplans und ersten nutzungsplanerischen Massnahmen. Erste Bebauungen sind aus heutiger Sicht ab ca. 2018 möglich.

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