Rümelinsplatz

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Der Rümelinsplatz ist heute hauptsächlich ein Durchgangsort und verfügt über wenig Aufenthaltsqualität. Das räumliche Gefüge ist über die Jahre stark verändert worden. Zudem ist er gegenwärtig sanierungsbedürftig. Nun soll der Platz umgestaltet werden und so zu einer lebendigen Innenstadt beitragen. Auf Grundlage des Gestaltungskonzepts Innenstadt hat das Planungsamt Basel-Stadt im Sommer 2016 einen anonymen Projektwettbewerb im offenen Verfahren für die Umgestaltung des Platzes sowie der angrenzenden Münz- und Schnabelgasse ausgeschrieben. Die angrenzenden Gassen, Spalenberg, Grünpfahlgasse und Gerbergässlein sind bereits gemäss Gestaltungskonzept Innenstadt aufgewertet. Mit dem Rümelinsplatz inklusive der Münz- und der Schnabelgasse folgt nun ein weiteres Puzzlestück in der Basler Innenstadt. Im Dezember 2016 hat eine Jury bestehend aus Landschaftsarchitekt/innen, Vertretern der Verwaltung und Mitgliedern des Vereins Instandbelebung Rümelinsplatz, einer Kunsthistorikerin sowie dem Geschäftsführer von Pro Innerstadt aus 23 eingereichten Arbeiten ein Siegerprojekt erkoren. Verfasser des Gestaltungsprojekts „Platzlichtung“ ist das Büro „Franz Reschke Landschaftsarchitektur“ aus Berlin. Der Regierungsrat hat dem Juryentscheid im Dezember 2017 zugestimmt. Das Projekt „Platzlichtung“ wird weiterentwickelt. Wenn der Grosse Rat zustimmt, beginnt die Erneuerung des Rümelinsplatzes voraussichtlich 2021.

Das Projekt fügt sich natürlich in den Platz ein, der sich in seiner Geschichte immer wieder gewandelt hat. Zusätzliche und über den Platz verteilte Bäume erhöhen die Wertigkeit des Platzes spenden Schatten und schaffen eine Atmosphäre die in der historischen Basler Innenstadt selten ist. Mauerelemente laden ein zum Sitzen sowohl neben dem bestehenden Brunnen als auch entlang dem Schmiedenhof. Auch in der Schnabel- und Münzgasse kann man sich künftig auf Bänken ausruhen. Durch eine Pflästerung mit geschliffenen Rheinwacken wird der Platz eine einheitliche Gestaltung erhalten. Die existierenden Trottoirränder sowohl auf dem Platz wie auch in der Münz- und Schnabelgasse fallen inskünftig weg. Dadurch eignet sich der Platz besser für Boulevardgastronomie, die Fasnacht oder Veranstaltungen wie zum Beispiel „Em Bebby sy Jazz“. Vorgesehen sind zudem zusätzliche Veloabstellplätze, die aber gegenüber heute besser verteilt sind und nicht mehr zentral auf dem Platz liegen.

Vom neuen Rümelinsplatz profitieren nicht nur die Besucherinnen und Besucher der Innenstadt sondern auch die Anwohnenden und die zahlreichen Beschäftigten rund um den Spalenberg. Der künftige Platz soll entschleunigend wirken und so von einem Durchgangsort zum „Flanierplatz“ werden.

Landschaftsarchitektur: Franz Reschke Landschaftsarchitektur, Berlin
Visualisierungen: Franz Reschke Landschaftsarchitektur, Berlin