St. Alban Vorstadt

In der St. Alban-Vorstadt zwischen St. Alban-Graben und Malzgasse sind sowohl Strasse wie auch Strom-, Telekom- und Wasserleitungen in einem schlechten Zustand und müssen erneuert werden. Bei dieser Gelegenheit soll die Strasse für die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers und insbesondere auch für Velofahrende sowie Fussgängerinnen und Fussgänger attraktiver und sicherer werden. Künftig gilt Tempo-20 und Fussgängervortritt von Hauswand zu Hauswand über die ganze Strasse. Die Trottoirränder fallen weg und der Strassenrand wird mit geschliffenen Rheinwacken gepflästert. Rund um den Schöneckbrunnen lädt künftig ein kleiner Platz zum Verweilen ein.

Eine einladende historische Vorstadtstrasse

Die St. Alban-Vorstadt ist eine historische Vorstadtstrasse und fällt als solche unter vom Grossen Rat beschlossene Gestaltungskonzept Innenstadt. Wie bereits in der Augustinergasse oder der Rittergasse fallen in der St. Alban-Vorstadt die Trottoirränder weg und die Strassenränder werden mit geschliffenen Rheinwacken gepflästert. So wird die Wirkung der hiesigen Altstadthäuser verstärkt. Die Fahrbahn bleibt asphaltiert. Die Kreuzung zum Mühlenberg wird über die ganze Strassenbreite gepflästert. So entsteht um den Schöneckbrunnen und die dort wachsende Linde ein Ort, der noch mehr zum Verweilen einlädt. Deshalb kommen dort auch neu drei Bänke zu stehen.

Sicherheit verbessern mit Verkehrsberuhigung und Steinpollern

Die Trottoirs der St. Alban-Vorstadt sind heute vor allem zwischen Schöneckbrunnen und Malzgasse eng und stellenweise nur 80 Zentimeter breit. Das Überqueren der Strasse mit Kinderwagen oder im Rollstuhl ist schwierig. Wer auf dem Trottoir kein Platz hat, weicht heute auf die Fahrbahn aus, wo der Verkehr in beide Richtungen mit 30 km/h unterwegs ist und nicht jederzeit mit Fussgängern rechnet. Künftig gilt hier Tempo 20 und durchgehender Fussgängervortritt (sog. Begegnungszone). Die Strasse ist ohne Trottoirränder so gestaltet, dass die Autofahrenden vorsichtig und in der Strassen Mitte fahren, weil sie jederzeit mit Fussgängerinnen und Fussgänger rechnen. Dies hat sich auch in anderen Strassen bewährt. Poller an neuralgischen Stellen, wie zum Beispiel rund um den Schöneckbrunnen, sorgen dafür, dass Autos nicht zu nahe an Fassaden fahren können. Zur höheren Verkehrssicherheit und besseren Übersicht gilt für den Autoverkehr zwischen Mühlenberg und Malzgasse künftig zudem Einbahnverkehr in Richtung Malzgasse. Die unabhängige Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) hat die Pläne geprüft, und ist zum Schluss gekommen, dass die geplante Erneuerung die Sicherheit merklich verbessert (Studie).

3 Millionen Franken für eine wichtige Touristenachse

Für den Kanton belaufen sich die Kosten für das Projekt auf gut 3 Millionen Franken. Dies ist einer historischen Vorstadtstrasse, in der auch zahlreiche Touristen unterwegs sind, angemessen. Die Finanzierung wurde vom Grossen Rat mit grosser Mehrheit verabschiedet.