VoltaNord

Aktuell

In den letzten Monaten haben sieben Planungsteams Bebauungs- und Freiraumkonzepte für das Areal VoltaNord (Lysbüchel-Areal) erarbeitet. Rückmeldungen zu den Ergebnissen des Studienauftrags können bis am 31. Juli 2020 mittels eines elektronischen Fragebogens (https://de.research.net/r/voltanord) oder schriftlich (Planungsamt, Dufourstrasse 40/50, 4001 Basel) eingereicht werden. Am Anfang des Fragebogens finden Sie eine Aufzeichnung der Infoveranstaltung vom 17. Juni 2020. Das Stadtteilsekretariat Basel-West wird die eingegangenen Rückmeldungen auswerten, veröffentlichen und den Planungsverantwortlichen übergeben.

Die Konzepte der sieben Planungsteams können vom 15. Juni bis zum 24. Juni im Lichthof am Münsterplatz 11 besichtigt werden. Öffnungszeiten: 08.00 - 17.00 Uhr.

Planungsgeschichte

Auf dem Gewerbe- und Industrieareal VoltaNord (auch als Lysbüchel-Areal bekannt) sollen rund 2’000 bis 2’500 Arbeitsplätze sowie Wohnraum für 1’500 bis 2’000 Einwohnerinnen und Einwohner entstehen, davon mindestens zwei Drittel preisgünstig. Die Planung ermöglicht eine Verdichtung und Vergrösserung der heutigen Arbeitsgeschossflächen sowie eine Erweiterung des bestehenden Wohnquartiers im Süden. Eine dringend benötigte neue Primarschule sowie attraktive Freiräume runden das Profil der Arealentwicklung ab.

Das Wohnungsangebot in Basel kann mit der markanten Zunahme der Arbeitsplätze nicht Schritt halten, was zu steigenden Mieten und mehr Pendlerverkehr führt. Gleichzeitig reduziert sich aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung das Angebot an leerstehenden Industrie- und Geschäftsflächen, was die Ansiedlung neuer und die Expansion bestehender Unternehmen erheblich erschwert. Die Regierung reagiert auf die Immobilienengpässe durch die gezielte Verdichtung unternutzter Areale - so auch in VoltaNord. Der Wegzug des Coop-Verteilzentrums im Sommer 2017 sowie die auslaufenden Baurechts- und Mietverträge auf der Parzelle der SBB bieten die einmalige Chance, durch eine Verdichtung des Areals Platz für zusätzliche Arbeitsplätze und neuen Wohnraum zu schaffen.

Die Planung sieht eine klare Trennung zwischen lärmintensiven und lärmempfindlichen Nutzungen vor. Der nördliche Bereich des Areals verbleibt in der Industrie- und Gewerbezone (Zone 7) und soll Platz für emissionsintensives Gewerbe und weitere gewerbliche Nutzungen bieten. Durch ruhiges Gewerbe und Dienstleistungen abgetrennt, liegt im Süden des Areals der Schwerpunkt auf der Wohnnutzung. Ebenfalls im Süden kommt das im St. Johann dringend benötigte zusätzliche Schulhaus zu liegen.

Die bestehende Liegenschaft Elsässerstrasse 215 (Baufeld 3) auf dem Coop-Areal wird umgenutzt und bietet künftig ca. 20‘000 m2 für gewerbliche und kulturelle Nutzungen an. Der Bebauungsplan ermöglicht insgesamt eine Erhöhung der Bruttogeschossfläche auf dem Areal von ca. 85‘000 m2 heute auf ca. 206‘000 m2. Davon ist mindestens je 40% für Arbeits- und Wohnnutzungen reserviert. Durch erhöhte Lärmschutzanforderungen für Neubauten auf dem Areal sollen Entwicklungsbedürfnisse der angrenzenden Betriebe berücksichtigt werden.

Grosszügige Freiräume und Grünflächen tragen zur Lebensqualität im neuen Stadtquartier bei: Im Mittelpunkt des neuen Quartiers, im Anschluss zum bestehenden Wohnquartier, entsteht ein neuer, von Bäumen gesäumter Quartierplatz. Dieser bietet der Bevölkerung einen Spielplatz, einen vielfältig nutzbaren Pavillon und ein Wasserbecken, das in den Sommermonaten für Kühlung sorgt. Neben dem Quartierplatz wird im Westen des Areals ein Quartierpark mit Natur- und Erholungsflächen entlang der Gleise entstehen. Die Erschliessung für den motorisierten Verkehr erfolgt von Norden und Osten, es besteht kein Durchgangsverkehr. Das gilt auch für den Zulieferverkehr für das Gewerbe.

Im Bebauungsplan VoltaNord wurden die übergeordneten Rahmenbedingungen für die weitere Planung festgelegt. Der Bebauungsplan wurde am 16. Mai 2018 vom Grossen Rat mit 67 zu 24 Stimmen beschlossen. Gegen diesen Beschluss des Grossen Rates wurde das Referendum ergriffen. Das Stimmvolk stimmte am 25. November 2018 dem Bebauungsplan mit 61% deutlich zu. 2019 hat das Planungsamt zusammen mit den Grundeigentümerinnen des Areals VoltaNord einen städtebaulichen Studienauftrag mit sieben hochkarätigen Planungsteams durchgeführt. Das Beurteilungsgremium des Studienauftrags hat sich für eine Synthese von zwei Beiträgen entschieden, die folgende Planungsteams eingereicht haben:

  • ARGE Studio DIA (bisher pan m Architekten / gud Architekten) mit Johann Reble Architekt, Schläpfer Carstensen Landschaftsarchitekten, Basler & Hofmann Ingenieure, Bernhard Böhm und Dr. Nils Guettler (Nachwuchsteam)
  • jessenvollenweider architektur ag mit Stauffer Rösch Landschaftsarchitekten, Martin Frei und Cabane Partner

Die Ergebnisse des Studienauftrags sollen bis Anfang 2021 in einem regierungsrätlichen Bebauungsplan rechtlich sichergestellt werden.

Projektdauer

  • 2012: Testplanung
  • 16. Mai 2018: Grossratsbeschluss Bebauungsplan VoltaNord
  • 25. November 2018: Referendum Bebauungsplan VoltaNord (61% Ja-Stimmen)
  • 2019: städtebauliche Studie, Vertiefung Freiraumkonzept
  • ab 2020: Eröffnung der Primarschule und des Kultur- und Gewerbehauses in den bestehenden Bauten Elsässerstrasse 209 und 215
  • ab 2020: Baustart Neubauten auf der Parzelle der Stiftung Habitat
  • ab 2021: Baustart einer verdichteten, gewerblichen Nutzung auf Baufeld 1
  • ab 2023: Baustart Neubauten und Grünflächen auf VoltaNord
  • ab 2025: Bezug der ersten Neubauten

Projektwebseite

www.voltanord.ch

VoltaNord

Städtebauliches Konzept VoltaNord (Blick von Südwesten) Zoom

Synthese 01: Städtebauliches Konzept VoltaNord (Blick von Südwesten)

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Synthese 02: Städtebauliches Konzept VoltaNord (Blick von Südosten)

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Visualisierung: Quartierplatz VoltaNord